Liebe Mitglieder,

im letzten Herbst hatte Markus unsere WInde überholt und damit besteht die Möglichkeit für Segelflieger per Motorwinde zu starten.

Ich habe noch einen Segler aus den 90er in meinem Fundus entdeckt und wollte ihn wieder fliegen.

Auch 2 Hochstartleinen mit Gummi lagen seit über 20 Jahren im Bastelkeller und warteten auf ihre Benutzung. Der Zahn der Zeit hatte jedoch stark an ihnen genagt. Beim ersten Test, ob das Gummi noch eine Spannung aufbaut, riß es durch. Damit musste ich mich nach einer anderen Möglichkeit des Starts umsehen. So passte es super, dass Markus unsere Motorwinde überholt hatte.

Letzten Freitag waren die Bedigungen für einen Windenstart ideal. So verabredete ich mich mit Wolfgang auf dem Platz. Er erklärete sich bereit die Winde zu fahren. Da standen wir nun, Wolfgang schon lange keine Winde mehr gefahren und ich seit mehr als 20 Jahren keinen Hochstart mehr geübt. Wir rollten das Seil aus und rammten die Umlenkgrolle in die Erde. Die Nervosität und auch die Spannung stieg als wir den Windenmotor starteten. Jetzt gab es kein zurück mehr. Auch das obligatorische Testen der Steuerfunktionen gab nur einen kurzen Aufschub.

Wolfgang tritt das Gaspedal durch und das Startseil spannte sich. Als eine gute Vorspannung vorhanden war, ließ ich den Segler aus meiner Hand und er stieg in den Himmel. Mit dem Seitenruder korrigierte ich die Flugbahn. Da war auch schon der Ausklinkpunkt erreicht. Ich öffenete den Hochstarthaken und der Segler trennte sich vom Seil. Lautlos gleitete der Segler durch die Luft. Nach einer weiten Runde um unseren Platz war auch schon die Höhe so weit abgebaut, um die Landung einzuleiten. Nachdem der Segler auf die Landerichtung ausgerichtet war, setzte ich die Lande/Störklappen und der Segler landete butterweich mittig auf den Platz.

Nun heißt es bei weiteren Starts die Technik und das Zusammenspiel zwischen Windenfahrer und Pilot zu verbessern. Schon bald wollen wir wieder raus und üben. Ziel ist es mit dem Segler bei der Vereinsmeisterschaft teilzunehmen. Die 200 Sekunden Flugzeit sind dabei eine echte Herausforderung, insbesondere da die Ausklinkhöhe bei ca. 100 m liegt. Der Spaß steht hier im Vordergrund und der ist definitiv vorhanden.

Also probiert es auch aus, ich kann es nur empfehlen.

Viele Grüße

Ulrich