am 27.3.2022 besuchte wir unser langjähriges Mitglied Helmut Meyer und gratulierten ihm zum 100. Geburtstag.

Aber wer ist Helmut Meyer?

Hier ein kleiner Versuch ein ereignisreiches Modellfliegerleben zusammenzufassen.

Am 27.3.1922 wurde Helmut geboren und nach zehnjährigem Schulbesuch und 2 Jahren Praktikum bei den ATLAS-Werken (Maschinenbau) und bei FOCKE WULF (1.1.1938 – 31.12.1939), begann Helmut am 1.5.1940 das erste Semester an der Bremer Ingenieurschule. Das 2. Semester musste Helmut leider abbrechen, da er am 9. Mai 1941 zum Arbeitsdienst einberufen wurde. Bis zum Beginn des Wehrdienstes fand Helmut eine Anstellung im Ingenieurbüro HEINZE.

Die Einberufung nach Münster zur Grundausbildung der Luftnachrichtengruppe kam schließlich am 6.1.1942.

Nach Verletzungen und Gefangenschaft kehrte er am 26.9.1945 wieder nach Bremen zurück und konnte das Studium an der Ingenieurschule fortsetzen. Die Abschlussprüfung legte Helmut nach zweieinhalb Jahren ab. Mit der Einstellung bei den LLOYD MOTORENWERKEN wurde eine kurze Zeit der Arbeitslosigkeit beendet.

Am 31.12.1956 wechselte Helmut zur Maschinenfabrik ALFRED WEBER als Leiter des Konstruktionsbüros und 31.12.1963 begann seine Tätigkeit als Konstrukteur für die Raumfahrt-Entwicklung bei ERNO, Entwicklungsring Nord, die am 31.12.1981 endete. Er wurde Rentner.

Soweit erst einmal die Fakten.
Flugmodelle gebaut ca. 1935

Neben seinem Beruf fing Helmut schon früh mit dem Modellflughobby an. Bereits 1935 began seine aktive Modellfliegerkarriere. Erst mit Frei- und Fesselflugmodellen folgten 1953 die ersten ferngesteuerten Segelflugmodelle und später auch Kunstflugmotormodelle.

1975 baute Helmut das erste Elektroflugmodell, welches er erfolgreich flog. Seit dieser Zeit konzenstrierte er sich auf die Konstruktion und den Bau von Elektroflugmodellen in allen Kategorien.

Mit dem selbst konstruierten E-Segler „Albatros” stellte Helmut 1977 einen Rekord im Strecken-Zielflug mit 59,4 km auf.

Mit den Eintritt in die Rente war auf einmal freie Zeit vorhanden. Die freie Zeit, wurde mit dem Hobby ausgefüllt und es gab auch Arbeit. Für einen Verlag schrieb Helmut ein Buch über die Elektro-Segelflugmodelle und in einem weiteren Buch "Experten-Tips Elektroflug" beantwortete er die aktuellen Fragen rund um das Thema Elektroflug.

Darüber hinaus veröffentlichte Helmut in der FMT Baupläne seiner Modelle, wie den Ententragschrauber "Daisy" (1986) und die "Mini-Schwalbe" (1995). Es wurden auch Flugmodelle gebaut und verkauft.

Er fing an Spinner und Mittelstücke zu fertigen. Die Konstruktion des HM-Spinner hatte er selber entworfen. Da die Nachfrage sehr groß wurde, meldete Helmet ein Gewerbe an, dass er bis zu meinem 80. Geburtstag betrieb, um es an seinen Sohn und seine Schwiegertochter zu übergeben.

Inzwischen hat Helmut das Modellfliegen an den Nagel gehängt. Wenn Freunde und Modellflieger ihn besuchen, spricht er gerne über die "gute alte Zeit" und man sieht ein Leuchten in seinen Augen. So auch an seinem 100. Geburtstag.

 

 

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